Flüchtlingssozialarbeit

Sarah Lübker, Flüchtlingssozialarbeiterin im Diakonischen Werk Syke. Foto: Miriam Unger

Mein Name ist Sarah Lübker, ich bin seit 1. September 2015 im Diakonischen Werk Syke im Bereich der Flüchtlingssozialarbeit tätig. Ein Arbeitsfeld, das derzeit vor großen Herausforderungen steht. Konflikte, Kriege, Terror und Armut  in ihren Herkunftsländern treiben immer mehr Menschen in sicherere Gebiete der Erde. In Deutschland steigen die Zuzugszahlen rasant, ein Ende ist nicht abzusehen. Das schafft neue Aufgaben für unsere Region. Die neu Angekommenen müssen sich hier zurechtfinden, Menschen, Strukturen, Kultur, Sprache und Hilfsangebote vor Ort kennenlernen, um sich in unsere Gesellschaft integrieren zu können.

Die Beratung und Betreuung von Flüchtlingen gehört schon seit jeher in allen Fachdiensten der Diakonie zur täglichen Arbeit. Wegen des großen Bedarfs ist die Flüchtlingssozialarbeit seit Anfang 2015 ein eigener Bereich, der viel Flexibilität erfordert, weil er weiter wächst und sich wandelt. Gemeinsam mit Kirchengemeinden, Schulen und ehrenamtlichen Netzwerken versuchen wir, das Arbeitsspektrum auszubauen, es ständig den aktuellen Bedürfnissen anzupassen und neue Angebote zu schaffen.

Begegnungscafés in evangelischen Gemeindehäusern, in denen Flüchtlinge Einheimische kennenlernen, Kontakte knüpfen, Kultur und Sprache lernen sowie Hilfs- und Lernangebote in Anspruch nehmen können, sind gute Beispiele für eine funktionierende Integrationsarbeit.

Meine Aufgabe als Flüchtlingssozialarbeiterin bei der Diakonie ist es zunächst einmal, den Menschen beim Ankommen und Zurechtfinden in diesem für sie vollkommen fremden Land zu helfen. Wir unterstützen sie bei behördlichen und rechtlichen Fragen, arbeiten mit Ämtern und Einrichtungen zusammen und versuchen, zügig Lösungen für ihre Probleme zu finden. Ein anderer Schwerpunkt liegt darin, in einem Netzwerk mit ehrenamtlichen Helfern vor Ort zu arbeiten und die vielen Hilfsangebote zu koordinieren.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist für mich noch die Betreuung und Unterstützung der Sprachlernklassen an den Berufsbildenden Schulen in Syke. In diesen Klassen sitzen Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren aus vielen verschiedenen Ländern: Syrien, Serbien, Eritrea, Simbabwe, Montenegro, Spanien, Mazedonien, Somalia, Afghanistan... Das Sprach- und Bildungsniveau ist sehr unterschiedlich. Manche haben in ihrem Heimatland noch nie eine Schule besucht. Andere könnten mit ihrer Vorbildung problemlos einen Realschulabschluss, vielleicht sogar Abitur machen. Bei uns in der Sprachlernklasse lernen sie erst einmal alle gemeinsam die deutsche Sprache, um überhaupt eine Chance für gute Startbedingungen zu bekommen.

Darüber hinaus machen wir die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Arbeitsfeldern wie Landschaftsbau, Metalltechnik/KFZ  oder Hauswirtschaft bekannt, in denen sie ein Praktikum und vielleicht sogar eines Tages eine Ausbildung machen können.

Natürlich sind für diese Arbeit Kontakte, Hilfe und manchmal auch Spenden wichtig – darum freuen wir uns über jede Form der Unterstützung.

miu

 

Flüchtlingssozialarbeit

Sarah Lübker

B.A. Sozialarbeiterin

Flüchtlingssozialarbeit

 

Diakonisches Werk

Herrlichkeit 24

28857 Syke 

 

Telefon: 04242 - 168749

Mobil: 017647371492

E-Mail: Sarah.Luebker@evlka.de