Schritte zur Kur

Bei den Schritten zur Kur hilft das Diakonische Werk. Foto: Müttergenesungswerk

Rund 2,1 Millionen Mütter in Deutschland sind kurbedürftig. Viele Mütter leiden beispielsweise unter Rückenproblemen, Allergien oder Migräne sowie unter psychischen Belastungen wie Verstimmungen, Schlaf- oder Angststörungen. Eine medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme, in der die Gesundheit der Mutter im Vordergrund aller Behandlungen und Therapien steht, kann nachhaltig helfen. Die richtige Vorbereitung der Kurmaßnahme ist eine wichtige Voraussetzung für den Kurerfolg. Hier helfen die Kurenberaterinnen vom hiesigen Diakonischen Werk mit ihren Bürostandorten in Syke und Hoya.

„Kurmaßnahmen für erschöpfte Mütter – als Mutter-Kind-Kur oder als Mütterkur ohne Kinder – helfen ganzheitlich und langfristig. Im Müttergenesungswerk fängt die Kurmaßnahme schon in der Beratungsstelle an“, betont Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes (MGW) in Berlin.

„Mütter werden durch rund 1.300 Beratungsstellen im MGW-Verbund kostenlos in sechs Schritten zu ihrer Kurmaßnahme begleitet.“

Diese sechs Schritte zur Mütter- oder Mutter-Kind-Kur sind:

  1. Kostenlose Beratung: Am Anfang steht ein Beratungsgespräch in einer Beratungsstelle, zum Beispiel beim Diakonischen Werk.
  2. Dort erhält man dann das Attestformular für die Kurmaßnahme.
  3. Nun geht es zum Arzt, der die nötigen medizinischen Voraussetzungen für die Mutter - und gegebenenfalls auch für ihre Kinder - feststellt und detailliert attestiert.
  4. Zurück in der Beratungsstelle werden wichtige Details für den Antrag geklärt: Hier wird nun über die Frage beraten, ob die Mutter allein oder gemeinsam mit dem Kind in die Maßnahme fährt. Die Beraterin kann auch prüfen, ob bei finanziellen Schwierigkeiten mit Spendengeld des MGW geholfen werden kann.
  5. Die Beratungsstelle hilft auch bei der Klinikwahl und bei der Ausübung des Wunsch- und Wahlrechtes. Die Beraterinnen können mit dem internen Buchungssystem direkt einen Kurplatz für die Mütter reservieren.
  6. Der Kurantrag geht an die Krankenkasse. Diese entscheidet über die Bewilligung. Falls die Kasse den Antrag ablehnt, unterstützt die Beratungsstelle auch beim Widerspruch.