27. Oktober 2009

Nachricht

5 Jahre Förderkreis soziale Schuldnerberatung

5. Geburtstag der Schuldnerberatung
Auf die Geburtstagstorte zum 5. Geburtstag des Förderkreises soziale Schuldnerberatung im Landkreis Diepholz freuten sich die Mitglieder am Montag bei ihrer festlichen Sitzung. Die Sprecherin des Förderkreises Edith Heckmann (Mitte) hatte die Torte mitgebracht und angeschnitten. Foto: Gunnar Schulz-Achelis

Das Jubiläum „5 Jahre Förderkreis soziale Schuldnerberatung im Landkreis Diepholz“ ist am Montag in Syke mit einer kleinen Festveranstaltung begangen worden.

Im Rahmen der Förderkreissitzung schnitt die Sprecherin Edith Heckmann aus Barrien eine Geburtstagtorte an und es gab ein Rückblick auf fünf ereignisreiche Jahre.

Die Schuldnerberaterin und für Präventionsarbeit zuständige Sozialarbeiterin Sabine Fischer-Garvey zeigte anhand einer Bilder-Präsentation Höhepunkte aus der jungen Geschichte des Förderkreises. Am 18. Juli 2005 hielt der bekannte Arzt Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer in der Christuskirche in Harpstedt einen Benefizvortrag vor 1000 Zuhörern. Man hatte Infostände bei der Jugendmesse in Bassum 2007 und Syke 2009, sowie einen vielbeachteten Stand beim Kirchentag in Bremen in diesem Jahr. „Über 400 Menschen, besonders viele Jugendliche, gingen durch unseren kleinen Tunnel mit Bildern zur Verschuldung“ erinnerte sich Heckmann.

Und auch das von der Schuldnerberatung entwickelte Spiel „€-Way“ war ein Renner und einige Kirchentagsbesucher konnten sich kaum vom Spieltisch lösen. Das Spiel hatte man auch den schulpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen im Landtag in Hannover vorgestellt. 2007 wurde die Ausstellung „Zwischen Mut und Verzweiflung“ mit Bildern und Geschichten von Verschuldeten in Syke und Diepholz gezeigt.

„Ich bin positiv überrascht, was da alles gewesen ist in den 5 Jahren“ würdigte Diakoniepastorin Dagmar Brusermann aus Weyhe die Arbeit der Schuldnerberater und ehrenamtlich Engagierten.

Während man das Thema „Schulden“ schwierig kommunizieren könne „kann man sofort vermitteln, wie gut es ist, dass Kinder und Jugendlichen lernen mit Geld umzugehen“ sagte Brusermann mit Blick auf die Präventionsstunden, die der Förderkreis mit ermöglicht. 1183 Jugendliche habe sie in solchen Unterrichts-Stunden in Konfirmandengruppen und Schulklassen in den letzten drei Jahre erreicht, berichtete Fischer-Garvey. Viele Schulen, die solche Stunden – vor allem in Abschlussklassen – hatten, wollen das dann immer wieder. Als Problem wurde in der Förderkreissitzung diskutiert, dass die Mit-Finanzierung seitens der Schulen oft nicht zu Stande komme. Heckmann kündigte an, dass Sie gerne bei Schulen, Schul-Fördervereinen oder Elternräten nachhaken werde, ob sie nicht sich beteiligen wollen.

Der Förderkreis hat als anschauliche Spende sogenannte „Präventionsaktien“ herausgegeben, wo man sich für drei Jahre verpflichtet, 30 oder 50 Euro zu spenden für Präventionsarbeit. Schuldnerberater Ulrich Preuss aus Sulingen meinte zur „Vermarktung“: „Das Beste ist, wenn jemand jemand direkt anspricht“. Drei Aktien wurde an dem Abend gleich gezeichnet.

Überlegt wurde auch wieder eine größere Benefizveranstaltung zu Gunsten der Präventionsarbeit zu machen und dafür eine prominenten Redner oder Rednerin zu gewinnen.

Wie nötig Prävention ist verdeutlichte Preuss aus seinen Erfahrungen in der Beratung: Inzwischen seien fast 10 Prozent aller Haushalte überschuldet und die Zahl der Krisenberatungen in der Schuldnerberatung nehme zu. Das Thema sei aber – auch Dank der Fernsehsendung mit Schuldnerberater Peter Zwegat – inzwischen weniger tabu als noch vor 5 Jahren, so Preuss abschließend.

Gunnar Schulz-Achelis
 

Pastor Gunnar Schulz-Achelis

Gunnar Schulz-Achelis

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