24. Juni 2019

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Neuer Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen beginnt im August

Herzlich willkommen! (von li nach re)Heide Wolter, Dieter Stamme, Patricia v. Bodecker und Ursula Klare Gockeln, leiten den Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Hospizbegleitende in der Region. Foto: Hospiz Sulingen

LANDKREIS DIEPHOLZ. Wie wünsche ich mir die letzten Tage meines Lebens? Welche Vorstellungen haben andere Menschen, insbesondere meine Freunde und meine Familie, wenn es ums Sterben geht? Und wie lässt sich diese Phase gut gestalten und begleiten? Die Zeit, in der der Tod ein totales Tabu war, ist vorbei – viele Menschen beschäftigen sich heute aktiv mit dem Thema. Die Begleitung, Beratung und Unterstützung von Menschen in der letzten Lebensphase ist zu einem wichtigen gesellschaftlichen Anliegen geworden. Seit mehr als 30 Jahren nimmt sich die Hospizbewegung dieses Themas an und ist zu einem Eckpfeiler der Palliativversorgung geworden.

Im Rahmen der Hospizarbeit werden die Fragen, Sorgen und Ängste rund ums Sterben ernst genommen und Hilfestellung angeboten, um den Sterbenden und ihrem Umfeld möglichst viel Lebensqualität bis zum Tod zu ermöglichen. Eine Vielzahl an ehrenamtlichen Hospizhelfenden engagiert sich und steht mit ihrer Begleitung Schwerstkranken und Sterbenden wie auch den An- und Zugehörigen in der letzten Lebensphase bei.

Die Begleitung ist eine anspruchsvolle Aufgabe, eine qualifizierte Ausbildung ist dafür unabdingbar. Es bedarf einer eingehenden Auseinandersetzung mit den Fragen des Lebens und Sterbens, um in schwierigen Situationen kompetent und verlässlich Hilfe anbieten zu können.

Die Hospizgruppen Sulingen und Syke bieten in Zusammenarbeit mit den Kirchenkreisen Syke-Hoya und Grafschaft Diepholz interessierten Frauen und Männern auch in diesem Jahr wieder einen Ausbildungskurs unter dem Titel „Sterbende begleiten“ an. Der Kurs wird im Wechsel in Bruchhausen, Sulingen oder Syke stattfinden.

Kursstruktur und -inhalte orientieren sich am ökumenischen „Celler Modell“.

Die Ausbildung gliedert sich in drei Phasen:

1.      Grundkurs: (35 Stunden)

Die Inhalte zielen auf die Handlungsebene der Begleitung. Es geht darum, die eigene Handlungsfähigkeit zu stärken und einen angemessenen Umgang damit zu erlernen und zu üben.

2.      Praktikum: (begleitend  30 Stunden Theorie)

Ein dreimonatiges Praktikum verschafft den Teilnehmenden erste Erfahrungen in der konkreten Situation der Begleitung. Fallbezogene Praxisbegleitung und thematische Fortbildungen sind in dieser Zeit feste Bestandteile. Die Erfahrungen werden anschließend in der Kursgruppe reflektiert.

3.      Vertiefungskurs: (35 Stunden)

In der letzten Kursphase findet eine vertiefte Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zum Sterben und zum Tod statt. Thematisiert werden sowohl die persönlichen Ressourcen als auch die inneren Voraussetzungen, die uns im Umgang miteinander, aber auch im Umgang mit den Herausforderungen des Lebens und Sterbens prägen.

Kursbeginn ist der 17. August 2019. Der Abschluss findet am 13.06.2020 statt. Während der gesamten Kursdauer ist eine kontinuierliche Teilnahme und Mitarbeit verpflichtend. Teilnehmen können bis zu 15 Personen.

Der Qualifizierungskurs wird geleitet von Mitarbeitenden der örtlichen Hospizdienste in den Kirchenkreisen Syke-Hoya und Grafschaft Diepholz, die langjährige Erfahrung in der Hospiz- und Ausbildungstätigkeit haben. Die Teilnahme ist unter der Voraussetzung der Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit in einem Hospizdienst kostenfrei. Ansonsten beträgt die Kursgebühr 300 Euro.

Interessierte können sich jederzeit bei der Kursleitung informieren und sich bis zum 15.07.2019 für die Ausbildung anmelden. Vor Kursbeginn werden alle Teilnehmer zu einem persönlichen Informationsgespräch eingeladen.

Kontaktdaten für Anmeldung und weitere Informationen:

Patricia von Bodecker und Elke Borghorst, Hospizdienst Sulingen

Telefon: 04271-9554500 und 0175-8353894

Heide Wolter, Hospizdienst Syke  Telefon: 04242 80123