Ein Pfarrer als Fahrer: Pastor Elmar Orths sitzt am Steuer des Twistringer Bürgerbusses
Der Bus ist klein, die Strecken oft nur kurz. Aber die Themen, die während der Fahrt besprochen werden, sind meist beides nicht. Wer in Twistringen in den Bürgerbus einsteigt, bekommt mehr als nur eine Mitfahrgelegenheit. Zwischen Einkaufstaschen, Schulranzen und Gehstöcken entstehen häufig sehr persönliche Gespräche. Denn am Steuer sitzt jemand, der gerne zuhört und sich für die Fahrgäste und ihr Befinden interessiert.
Seit neun Monaten gibt es das Angebot des Bürgerbusses in Twistringen: Ein behindertengerechter Kleinbus verbindet auf zwei Linien den Stadtkern mit seinen Ortsteilen. Organisiert wird das Ganze von rund 25 ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern, die den Betrieb im Drei-Schicht-System am Laufen halten. Einer von ihnen ist Pastor Elmar Orths – einer der wenigen, die nebenbei noch voll berufstätig sind.
Drei Schichten im Monat übernimmt der Theologe im Schnitt. Warum er sich das zusätzlich auflädt? „Ich hab gedacht, ich kann ja nicht immer nur ehrenamtliches Engagement fordern, sondern muss auch mal selber was geben“, erklärt er. „Den Bürgerbus finde ich wichtig, weil er Menschen hier im ländlichen Raum Mobilität ermöglicht.“