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Lebensfreude, Musik und Freundschaft über Ländergrenzen hinaus

Nachricht 06. September 2026

Arbeitskreis Brasilien gestaltet den „Tag der Schöpfung“ im Syker Gemeindehaus mit Popkantor und Projektchor / Reisedelegation berichtet von Mato-Grosso-Besuch

Brasilien verbindet: Zum „Tag der Schöpfung“ kamen nicht nur die aktuellen Mitglieder des Arbeitskreises Brasilien, sondern auch viele, die die Partnerschaft in den zurückliegenden dreieinhalb Jahrzehnten gestaltet und mit Leben gefüllt haben. Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder etwa gehörte 2015 zur Delegation, die die Partnersynode besuchte. In diesem Jahr flog Ida Bolling aus Harpstedt mit. Foto: Hans Ulrich Lenk

Eigentlich sollte die Veranstaltung zum „Tag der Schöpfung“ ja unter freiem Himmel auf dem Hohen Berg in Syke stattfinden. Aber Regen gehört eben nun mal auch zur Schöpfung. Also wurde das Ganze kurzerhand ins Syker Gemeindehaus verlegt.

Und auch drinnen war es ein Abend voller Lebensfreude – mit viel Musik, Gesang, ein paar geistlichen Impulsen, Geschichten aus anderen Teilen der Welt, Begegnungen und Freundschaft über Ländergrenzen hinaus. Eingeladen hatte dazu der Arbeitskreis Brasilien. Die musikalische Gestaltung hatte Kirchenkreis-Popkantor Andreas Schley mit einem eigens für diese Veranstaltung gegründeten Projektchor übernommen.

Mitreißende Melodien: Der Projektchor singt beim „Tag der Schöpfung“ im Syker Gemeindehaus. Foto: Hans Ulrich Lenk

Im Mittelpunkt stand das Jahresmotto der lutherischen Kirche Brasiliens: „Für Gottes Schöpfung sorgen“. Ein Thema, das nicht nur die Predigt bestimmte, sondern auch die Eindrücke der sechsköpfigen Reisegruppe, die im Juli im Rahmen des Partnerschaftsaustauschs nach Mato Grosso gereist war.

Pastor Julius Henckel (Kirchenregion Bassum) und seine Mitreisenden René Kowalski Perez und Ida Bolling (beide aus Harpstedt), Celina Fischer (Bassum), Birgit Fellermann und Waltraud Abeling (beide Gesamtkirchengemeinde Syke-Barrien-Heiligenfelde) berichteten von den 20 Tagen in Brasilien, die voller starker Erlebnisse, Bilder und Begegnungen waren. Sie besuchten Gemeinden und kirchliche Arbeitsbereiche, lernten Menschen und ihre Lebenswelten kennen und erhielten Einblicke in das kirchliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben Brasiliens. Auch Umwelt- und Klimaschutz sowie die Situation indigener Menschen gehörten zu den Themen der Reise.

Popkantor Andreas Schley ist immer mit Herz und Begeisterung dabei, wenn es darum geht, eine Veranstaltung auf eine besondere Weise musikalisch auszugestalten. Foto: Hans Ulrich Lenk

Die Eindrücke und das Lebensgefühl aus den Erzählungen der Reisedelegation übernahmen Popkantor Andreas Schley und der Projektchor gekonnt in ihr musikalisches Programm. Die Sängerinnen und Sänger hatten mitreißende Melodien eingeübt und brachten damit nicht nur musikalische Vielfalt in den Gottesdienst, sondern zeigten, wie gelebte Partnerschaft aussehen und klingen kann.

Die Verbindung zwischen dem Kirchenkreis Syke-Hoya und der Synode Mato Grosso besteht inzwischen seit 35 Jahren. Das wurde auch an diesem Abend sichtbar: Neben der aktuellen Reisegruppe und einigen Interessierten waren zahlreiche Menschen gekommen, die diese Partnerschaft über Jahrzehnte begleitet, gestaltet und mit Leben gefüllt haben.

Nach der Veranstaltung standen viele noch lange zusammen, um über ihre persönlichen Erlebnisse zu sprechen – über alte Bekanntschaften mit den brasilianischen Freund*innen, neu gewonnene Eindrücke und die Frage, was es heute bedeutet, für Gottes Schöpfung zu sorgen.

Miriam Unger