'

„Kirche von morgen soll nicht zentralistisch gesteuert sein, sondern lebendig vor Ort.“

Nachricht 10. März 2026

Für uns in der Landessynode: Gisela Schwarz aus der Gesamtkirchengemeinde Syke-Barrien-Heiligenfelde

Gisela Schwarz aus der Gesamtkirchengemeinde Syke-Barrien-Heiligenfelde. Foto: Jens Schulze, Landeskirche Hannovers

Gisela Schwarz ist 66 Jahre alt, gelernte Hebamme und ehrenamtlich engagiert im Gesamtkirchenkreis Syke-Barrien-Heiligenfelde. Sie lebt in Barrien, ist Mitglied im Kirchenvorstand und in der Synode des Kirchenkreises Syke-Hoya. In der Synode der Landeskirche Hannovers arbeitet sie im Bildungsausschuss sowie im Umwelt- und Bauausschuss mit.

Was hat Sie motiviert, für die Landessynode zu kandidieren?
„Das war kein langgehegter Plan oder langersehnter Wunsch, sondern ich habe eher das Gefühl, ich bin gefunden worden. Ich wurde gefragt, und ich war neugierig auf diese Aufgabe – und das bin ich immer noch.“

Welche Themen sind Ihnen in der synodalen Arbeit wichtig?
„Ich finde die Landessynode wichtig, und für mich persönlich ist natürlich die Zukunft der Kirche ein großes Thema. Ich finde ‚Zukunftsfreude‘ ein schönes Wort, und genauso möchte ich daran mitarbeiten. Ein Spezialgebiet von mir ist außerdem noch der Friedhof. Ich bin Vorsitzende des Friedhofsausschusses und möchte mal schauen, wie man ein Gremium für den Friedhof in der Synode installieren kann.“

Wie wünschen Sie sich die Kirche von morgen?
„Für die Zukunft der Kirche finde ich es wichtig, dass sich vor Ort etwas etabliert und immer weiter entwickelt. Kirche von morgen soll nicht so eine zentralistisch gesteuerte Kirche sein, sondern lebendige Gemeinden vor Ort, wo man sich trifft und Gemeinschaft und Spiritualität erlebt.“

Miriam Unger

Stichwort: Landessynode

Die Landessynode ist das zentrale Kirchenparlament der Landeskirche und stellt die Weichen für Gesetze, Haushalt und Leitung. Sie ist auf sechs Jahre gewählt; ihre Amtszeit endet im Dezember 2031. Das Durchschnittsalter der Synodalen liegt bei 48 Jahren, knapp die Hälfte aller Mitglieder ist neu in die Synode gewählt worden. Präsidentin der neuen Landessynode ist Wencke Breyer (48).

Die 79 Mitglieder der Landessynode bestehen aus 66 Gewählten (davon 10 hauptamtlich Mitarbeitende, 19 Geistliche und 37 Ehrenamtliche), 12 vom Personalausschuss Berufenen (inklusive 4 Vorschlägen der Jugendkammer für Personen unter 27 Jahren) sowie einem Vertreter der Theologischen Fakultät Göttingen. Die Synodalen decken ein breites berufliches Spektrum ab: Es sind unter anderem ein Physiker, eine Bestatterin, eine Hebamme, eine Agraringenieurin und eine Kulturwissenschaftlerin vertreten. 55 % der Mitglieder sind Männer, 45 % Frauen.

Die Landessynode tagt in der Regel zweimal im Jahr für vier Tage.Die Sitzungen sind öffentlich. Dazwischen arbeiten die Mitglieder in Ausschüssen weiter.

Brigitte Neuhaus