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„Konkret vor Ort arbeiten und zugleich im Großen und Ganzen mitentscheiden“

Nachricht 10. März 2026

Für uns in der Landessynode: Dr. Thies Siebet Jarecki, Pastor in Eystrup-Haßbergen und in der Region Hoya

Pastor Dr. Thies Jarecki. Foto: Jens Schulze, Landeskirche Hannovers

Dr. Thies Siebet Jarecki ist Pastor in der Region Hoya mit dem Schwerpunkt in den Kirchengemeinden Eystrup und Haßbergen.
Geboren 1978 und aufgewachsen in Verden/Aller, studierte er nach dem Abitur Evangelische Theologie in Heidelberg, Jena, Göttingen und Rom. 2012 kam er als junger Pastor in den Kirchenkreis Syke-Hoya und wurde in Eystrup ordiniert. 2013 promovierte er an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er ist historisch interessiert und Mitglied der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte.
Privat ist der 37-Jährige mit der Pastorin Tineke Jarecki verheiratet und Vater von drei Söhnen.
In der Landessynode ist er Mitglied im Ausschuss für Kirchenmusik und Kultur sowie im Diakonieausschuss.

Warum haben Sie für die Landessynode kandidiert?
„Die Landessynode bietet die Möglichkeit, im Konkreten hier vor Ort in der Gemeinde zu arbeiten und zugleich im Großen und Ganzen der Kirche mitzudenken und mitzuentscheiden. Ein weiterer Grund ist, dass mir die Arbeit in einem parlamentarischen System, in einer parlamentarischen Form Spaß macht und mich interessiert. Auch da ist es das Verhältnis von Groß und Klein, die Frage von Ressourcen und Kompetenzen für die Kirchengemeinden und ihre Verantwortungsträger.“

Welche Themen sind Ihnen in der synodalen Arbeit wichtig?
„Es ist das Thema der Diakonie, das Thema, Kirche für die Öffentlichkeit und in der Öffentlichkeit und im Gemeinwesen zu sein.“

Was ist Ihre Vision einer zukunftsfähigen Kirche?
„Das, was auch gestern und heute schon für sie gut war: Das Evangelium zu verkünden und die Sakramente zu verwalten, andere zu bestärken und zu befähigen, sich selbst verschwenderisch einzusetzen, und den Entscheidungsträgern vor Ort Raum zur Gestaltung und zur Verantwortung zu überlassen.“

Miriam Unger

Stichwort: Landessynode

Die Landessynode ist das zentrale Kirchenparlament der Landeskirche und stellt die Weichen für Gesetze, Haushalt und Leitung. Sie ist auf sechs Jahre gewählt; ihre Amtszeit endet im Dezember 2031. Das Durchschnittsalter der Synodalen liegt bei 48 Jahren, knapp die Hälfte aller Mitglieder ist neu in die Synode gewählt worden. Präsidentin der neuen Landessynode ist Wencke Breyer (48).

Die 79 Mitglieder der Landessynode bestehen aus 66 Gewählten (davon 10 hauptamtlich Mitarbeitende, 19 Geistliche und 37 Ehrenamtliche), 12 vom Personalausschuss Berufenen (inklusive 4 Vorschlägen der Jugendkammer für Personen unter 27 Jahren) sowie einem Vertreter der Theologischen Fakultät Göttingen. Die Synodalen decken ein breites berufliches Spektrum ab: Es sind unter anderem ein Physiker, eine Bestatterin, eine Hebamme, eine Agraringenieurin und eine Kulturwissenschaftlerin vertreten. 55 % der Mitglieder sind Männer, 45 % Frauen.

Die Landessynode tagt in der Regel zweimal im Jahr für vier Tage.Die Sitzungen sind öffentlich. Dazwischen arbeiten die Mitglieder in Ausschüssen weiter.

Brigitte Neuhaus